Die Geschichte des NJfzS im Internet
1997
Das NJfzS wagt im Januar den großen Schritt ins Internet und präsentiert sich zum ersten Mal in seiner
langjährigen Geschichte einer breiteren Öffentlichkeit. Die bekommt einiges geboten: Das schäbige Design
beleidigt das Auge, der kümmerliche Inhalt beansprucht kaum Zeit zum Lesen. Der Erfolg ist dennoch so
überwältigend, dass die Redaktion es wagen kann, einen echten Besucherzähler auf die Seite zu nehmen,
ohne ins Peinliche abzugleiten.
(Bildschirmphoto rekonstruiert)
1998
"Wenn uns so viele Menschen lieben, müssen wir ihnen auch etwas bieten!", denkt sich die Redaktion
NJfzS und renoviert die Heimatseite. Nachdem der 1. Weltkrieg nun seit 80 Jahren vorbei ist, entscheidet sich
die Redaktion (nicht ohne Bedenken und begleitet von wütenden Protesten der Öffentlichkeit), auch wieder
französisch-stämmige Fremdwörter in den Texten zu dulden. Mit bahnbrechenden technischen Neuerungen werden
zudem für das Amusement unseres Publikums keine Mühen gescheut: Frames, Image-Maps, Bilder als Schaltflächen,
sogar Sound erfreuen den aufgeschlossenen Besucher. In der neu eingeführten Rubrik Prometheus klären wir
interessierte Leser über das auf, was die "etablierten" Medien eher verschweigen.
1999
Alle Welt bereitet sich auf den Millenniumswechsel vor. Nur das NJfzS nicht, weil es seine Heimatseite wieder
in neuem Gewand herausbringt. Die seriöse Plattform und die weiterhin hochkarätige journalistische Kompetenz
garantiert dem Leser Analysen, Hintergrundberichte und Bewertungen hohem Niveau. Passend zum Goethe-Jahr
werden neu entdeckte Briefe auf die Seite gestellt. Unter großen Mühen gelingt es uns, in Lady Di's Sarg
eine [Webcam] zu installieren, mit der sich Besucher unserer Seite
persönlich vom fortgeschrittenen Verfallszustand der Königin der Herzen überzeugen können.
2000
Im neuen Jahrtausend will sich gerade das NJfzS nicht lumpen lassen stellt sich zielgruppengerecht
auf den jeweiligen Leser bzw. die geneigte Rezipientin ein. Der Vorwurf von links-extremistischer Seite,
wir würden die Arbeiterklasse ignorieren, ist endgültig entkräftet: Mit "Super-NJfzS" tragen wir
ganz den Bedürfnissen der niederen Stände Rechnung. Auch die heutige Jugend wird bedient: Das young
fashioned "New Journal for contemporary Writynge" überfordert die VIVA-Generation nicht mit zuviel Inhalt
und führt sie mit leicht verständlichen Informationen behutsam an das neue Medium "Internet" heran.
Aber auch unsere Stammleserschaft soll nicht enttäuscht werden. Seriös und professionell wie
gewohnt, aber optisch angenehmer und anregender für den Geist präsentiert sich das NJfzS
auch weiterhin in der dritten, seriösen Sparte, ohne dass wir die Grundsätze des
Borderline-Journalismus vernachlässigen würden. Weitere Sparten kommen im Laufe der Zeit hinzu.
2002
Nachdem das weite Feld der Publizistik erfolgreich beackert ist, wendet sich das NJfzS neuen Taten zu und baut mit "public.NJfzS" einen Bereich für öffentlich übergeordnete Belange auf: Dort finden das Pestkrankenhaus, Europas tödlichstes Gesundheitsportal, und die Bürgerliga für Konrad Adenauer e.V., die sich besonders die Restauration der 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts zum Ziel setzt, ihre virtuelle Heimat. Beide Seiten sind durchaus nicht unumstritten: Das Pestkrankenhaus spricht Wahrheiten aus, welche die pubertierende Jugend nicht gerne hört, die BLfKA e.V. wird von Modernisten ziemlich angefeindet. Nicht zuletzt, weil einige unserer Besucher offensichtlich schlicht zu dumm sind, Ernst von Todernst zu unterscheiden.
2005
Es hat etwas gedauert, aber nach Jahren der Muße erstrahlt die Heimatseite des NJfzS im neuen Gewand und setzt neue
Maßstäbe für das Internet, die Welt der Publizistik und die Selbstüberschätzung. Zwar wir auch etwas anderes
zu tun, als ständig das NJfzS auf dem neusten Stand zu halten. Dennoch haben wir uns aus altruistischen
Motiven entschlossen, teils behutsam, teils radikal zu renovieren. Auch wenn manches älteren Datums und nur
recyclet ist - schließlich haben wir Traditionen zu wahren - es gibt viel Neues zu entdecken,
das Kinderaugen dankbar funkeln lässt. Was sich beim besten Willen nicht mehr aktuell nennen lässt, landet
im öffentlich zugänglichen Archiv. Daneben setzt sich das NJfzS ein Zeichen gegen Ausgrenzung
und ist nun vom Seitenaufbau her weitgehend barrierefrei, so dass wir endlich Behindertenwitze
bringen können, die ihre Zielgruppe auch erreichen.




